Als ich vor einem Jahr den Anruf vom Krankenhaus erhielt, dass mein Sohn einen schweren Unfall hatte und er auf der Intensivstation liegt, machte ich mir bereits die schlimmsten Vorstellungen darüber, was die Konsequenzen sind. Und ich sollte Recht behalten. Die Diagnose lautete Querschnittslähmung. Für mich und meinen Mann und auch seine Freundin war dies natürlich ein Schock. Mein Sohn ist heute, ein Jahr nach dem Unfall zwar an den Rollstuhl gefesselt, kann sehr viele Dinge aber alleine machen. Jetzt, wo wir ihm eine Rollstuhlrampe eingebaut haben, ist das Leben für ihn noch leichter geworden. Und für uns auch. Denn wir müssen ihn nicht mehr die Treppe zur Haustür hoch oder runter tragen. Dieses Hindernis kann er nun mit der Hilfe der Rampe selbst nehmen. Wir haben durch die Rollstuhlrampe also für mehr Barrierefreiheit gesorgt. Unser Sohn ist so selbstständig geworden dadurch und so selbstbewusst, dass er nun sogar plant mit seiner Freundin in eine eigene Wohnung zu ziehen bzw. das Haus von deren Eltern. Auch dieses muss natürlich behindertengerecht noch umgebaut werden. Doch die finanziellen Mittel hierfür sind zum Glück vorhanden.
Unfallversicherung zahlt
Für den Umbau des Hauses wird die Unfallversicherung zahlen. Und auch vom damaligen Unfallgegner hat mein Sohn nun eine große Summe zugesprochen bekommen. Im Haus selbst werden mein Sohn und die Freundin noch einen Treppensteiger einbauen lassen. Dieser wird meinem Sohn ermöglichen das Schlafzimmer im oberen Stockwerk aufzusuchen.
Für unser Enkelkind ist dies natürlich auch eine sehr große Umstellung gewesen. Doch mit dem Papa im Rollstuhl kommt sie eigentlich ganz gut klar. Sie hat vor allem inzwischen akzeptiert, dass ihr mein Sohn nicht im Park einfach so hinterher springen kann. Das heißt sie entfernt sich nun nicht mehr weit von ihm.